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Nape Nape und die Bergbezwingung

Wochenende!!

Gleich nach Feierabend hieß es nur noch Klamotten ins Auto und raus aus der City, rein in die Natur. Dank eines Tipps unserer Mitbewohnerin Pip sind wir in Nape Nape gelandet! Nape Nape?? Wo und was ist Nape Nape? Nape Nape ist ein wunderschöner, etwas rauer, schwarzer Strand nördlich zwischen Christchurch und Kaikoura.

Nach einigen Kilometern über einsame Schotterstraßen, durch Schluchten und an Schaf- und Kuhweiden vorbei, tat sich der Horizont auf und rechts und links war nur noch Meer zu sehen! Wir entschlossen uns bis ans Ende des IMG_6457Weges entlang am Meer zu fahren um dort unser Nachtlager aufzuschlagen. Die Sonne ging auch schon langsam unter und man war auch schon recht müde. Am Ende des Weges angekommen, sahen wir schon andere Camper, aber da es sich recht gut verteilte und es eh nur fünf andere Fahrzeuge waren, störte uns das nicht weiter. Eigentlich hätten wir hier am Ende der „Straße“ auch gar nicht stehen dürfen, da dieser Bereich eigentlich nur für „self-contained vehicles“ gedacht ist – also für selbstversorgende Fahrzeuge. Wir waren aber einfach zu kaputt und wollten jetzt nicht nochmal ca. eineinhalb Stunden zum nächsten Stell-/Campingplatz düsen! Und da wir ja recht umweltbewusste Typen sind und unseren Müll auch wieder mitnehmen, waren wir so frech und sind einfach da geblieben. Auf meine Anweisung hin lenkte Julia unsere Elsa unter ein paar kleinere Bäume direkt in den Sand. Nicht weit ab des Weges, aber wir haben schon gemerkt dass wir uns eventuell festgefahren hatten…

IMG_6285Egal! Beim Anblick der Landschaft die uns umgab, war der Hunger auch erstmal vergessen. Raus aus dem Auto und erstmal einen Strandspaziergang hinein in den Sonnenuntergang (geiler Kitsch) – einfach herrlich und genau das Richtige um erstmal runter zu fahren und die Seele baumeln zu lassen!

Die Seele war gesättigt und unsere Mägen umso lauter! Also schnell Gemüse geschnippelt, Nudeln gekocht, Soße dazu und schon war unser Standard-Camping-Essen angerichtet. Danach sind wir nur noch todmüde ins Bett gefallen…

Am Nächsten Morgen sollte es ab in die Berge gehen. Unser Ziel war der Lake Tennyson in der Nähe von Hanmer Springs einem Ort, der bekannt ist für seine heißen Quellen. Aber die waren nicht unser Ziel sondern die Abgeschiedenheit und Ruhe der Neuseeländischen Berge! Der Weg dorthin wie immer atemberaubend!

Die letzten 40km aber hatten es dann nochmal ein wenig in sich! Über eine Schotterstraße entlang eines Flusses ging es immer weiter in die Berge hinein. Es war dann auch noch relativ früh als wir an der kostenlosen Campsite angekommen sind und die Zeit die uns noch blieb wollten wir nutzen!

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Direkt neben unserem Stellplatz lachte uns nämlich dieser kleine Berg an, eigentlich eher ein Hügel aber er hatte schon was von nem Berg! Dort wollte ich unbedingt hinauf, Julia war sich da noch nicht so ganz sicher – sie hat´s ja nicht so mit dem bergauf laufen… Nichts desto trotz ging es dann gemeinsam los Richtung Gipfel. Julia entschied sich dann aber lieber etwas unterhalb des eigentlichen Anstiegs zu verweilen und die Aussicht von dort zu genießen, also bin ich alleine weiter gezogen. Und der Aufstieg war wirklich nicht ohne! Irgendwann gelangte man zum Geröllfeld und ab dort wurde es richtig tricky! Loses Gestein, Kies, Geröll und ein gefühlt 60%iger Anstieg zwangen mich zu wohlüberlegten Schritten und kleineren Pausen. Aber mit jedem Schritt hinauf wurde auch die Aussicht immer abgefahrenere/unfassbarer!!

Irgendwann realisierte ich dann dass Julia mir hinterher kraxelte, was ich weniger lustig fand, da es ziemlich gefährlich war! Ohne meine Hilfe, mit den falschen Schuhen und mit nicht allzu guter Kondition hat sie es dann aber doch irgendwann zu mir nach oben geschafft! Crazy Julia!! Der Aufstieg hat sich definitiv gelohnt!! So haben wir dann doch gemeinsam den Ausblick auf den See und die umliegenden Berge genossen und uns dabei n Bierchen bzw. Bourbon-Coke gegönnt!

Der Abstieg war dank des losen Gerölls dann auch mehr wie eine kleine Rutschpartie und weniger anstrengend! Trotzdem waren wir natürlich immer sehr vorsichtig – das nächste Krankenhaus ist nicht mal eben um die Ecke…

IMG_6406Ziemlich verschwitzt und mit zitternden Beinen sind wir dann wieder am Auto angekommen. Schnell raus aus den Klamotten und rein in den See, waschen und abkühlen!! Nochmal ein Blick hinauf auf unseren gerade bezwungenen Hügel – welch ein Abenteuer!!

Dann hieß es wieder kochen, essen, Sterne gucken bevor wir müde und zufrieden ins Bett gekrochen sind! Am nächten Tag ging es dann ganz gemächlich wieder Richtung Christchurch. Wir waren noch immer ziemlich platt von der “Bergbezwingung” und entschieden uns deshalb keinen weiteren Stop mehr einzulegen.

Es war ein tolles Wochenende für uns und freuen uns über Komentare von Euch! Schreibt uns gerne, wir beantworten auch gern jegliche Fragen.

Viele Grüße von der anderen Seite

Olli & Julia

 

 

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8 Kommentare auf "Nape Nape und die Bergbezwingung"

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HG & P
HG & P
6 Jahre 3 Monate her

Da hattet ihr ja wieder ein schönes Wochenende.
Video lief ohne Unterbrechung durch!!!! Wird immer besser.
Dafür haben wir jetzt Euren Blog 2mal abonniert 😉
Wünschen Euch ne schöne Woche.

Ich
Ich
6 Jahre 3 Monate her

👍👍👍 LG montego

Mierswas
6 Jahre 3 Monate her

Hammerschöne Bilder! Unfassbare Landschaft! Ihr seht so glücklich aus! Macht weiter so. Wir lieben euch!!!

Schmitt
Schmitt
6 Jahre 3 Monate her

Hallo, ihr Süßen. Was für tolle Videos. Dadurch hat man wenigstens ein bisschen das Gefühl bei euch zu sein. Freuen uns schon sehr auf das nächste. Zeigt doch mal Bilder von eurem Zuhause, würde uns interessieren, wie ihr so wohnt. Miss you, bis bald und passt auf euch auf. Mama und Horst

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